IZB Informatik-Zentrum
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Mit bestem Service und dennoch wettbewerbsfähig

DieSparkassenZeitung, 16.03.2007

Erstmals ist das IZB Informatik-Zentrum in diesem Jahr auf der CeBit in Hannover vertreten. Aber das ist nicht die einzige Neuerung aus dem Hause des IT-Dienstleisters aus der Sparkassen-Finanzgruppe, der sich künftig noch mehr dem Markt außerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe, dem so genannten Drittmarkt öffnen will. Im Interview für die Sparkassen Zeitung erläuterte Geschäftsführer Dr. Walter Kirchmann die Neuausrichtung des Unternehmens.

DSZ: Das IZB Informatik-Zentrum galt in der Vergangenheit als verlässlicher Outsourcing-Partner in Sachen IT-Infrastruktur für Sparkassen und Landesbanken. Wenn jetzt verstärkt vom Drittmarkt die Rede ist, heißt das, dass Sie an der Bindung zu den Sparkassen etwas ändern wollen?

Kirchmann: Keineswegs. Aber Sie müssen wissen, dass wir schon heute rund 45 Prozent unseres Umsatzes "non captive", also außerhalb unseres Gesellschafterkreises erzielen. Dabei denken wir auch weiterhin zuerst an die Unternehmen innerhalb des Verbunds der Sparkassen-Finanzgruppe, also Landesbanken, Bausparkassen, Versicherungen und andere Dienstleister. Aber wir sehen schon ein sehr großes Potenzial im Markt außerhalb der Gruppe. Unser Angebot, um es auf einen Nenner zu bringen, ist zunächst einmal für jedes Unternehmen, das Bafin-reguliert wird von großem Interesse.

DSZ: Als Tochterunternehmen der Sparkassen Informatik können Sie bei Ihren Bestrebungen auf dem Drittmarkt sicherlich von den bisherigen Erfahrungen profitieren, oder?

Kirchmann: Und ob. Der Outsourcing-Markt, das kann man eindeutig erkennen, ist kritischer geworden. Hat sich aus der früheren Euphorie befreit. Dort wird nicht mehr jedes Angebot akzeptiert. Unternehmen, die sicherheitskritische Lösungen nachfragen, haben hohe Anforderungen. Wir können als Anbieter kompletter Infrastrukturen, speziell mit dem Pluspunkt Hochverfügbarkeit trumpfen. Aber wer draußen, also außerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe mit uns ins Gespräch kommt, der weiß, dass wir den Umgang mit sensiblen Daten beherrschen. Wir können beispielsweise auch einem mittelständischen Unternehmen das Thema Outsourcing von IT oder Telekommunikation sorgenfrei lösen. Lassen Sie mich aber noch hinzufügen, dass die Bezeichnung Mittelstand für uns so gut wie alle Unternehmen außerhalb vom Dax30 umfasst. Für diese Unternehmen sind wir ein Partner auf gleicher Augenhöhe. Dabei bieten wir aber den gleichen Technologiestandard dank unserer Infrastruktur und unseren Prozessen wie die Großanbieter am Markt.

DSZ: Sie erwähnen, dass der Outsourcing-Markt erwachsener geworden ist. Was sind denn die Anzeichen für diesen Reifeprozess?

Kirchmann: Marktbeobachter haben registriert, dass rundweg die Hälfte der Deals vergangener Jahre vorzeitig aufgelöst wird. Da gibt es dann unüberbrückbare Differenzen zwischen Kunden und Dienstleister. Dazu passt eine Erfahrung vom Markt, wonach bis zur Vertragsunterschrift meist der Kunde (den Preis) bestimmt, danach der Dienstleister. Da werden zu oft Änderungswünsche des Kunden zur Verteuerung genutzt. Wir beobachten ferner, dass heute viel selektiver ausgeschrieben wird. Und dabei gibt es ein Marktpotenzial, das wir auf zehn bis 13 Milliarden Euro pro anno schätzen. Darunter auch Nischen, die nicht rein preisgetrieben sind.

DSZ: Sagen Sie das, weil Sie keine wettbewerbsfähigen Preise aufrufen können?

Kirchmann: Wir müssen den Wettbewerb zu Marktpreisen nicht scheuen. Aber wir können ganz besonders auf der Serviceschiene punkten. Wir arbeiten mit Mitarbeitern, die in Deutschland sitzen. Die kennen die Anforderungen der Unternehmen. Unser Erfolg fängt erst mit der Zufriedenheit der Kunden an. Dass wir trotzdem wettbewerbsfähig bleiben, ist sicherlich auch ein wichtiges Signal in die Sparkassen-Finanzgruppe hinein.

DSZ: Können Ihre Kunden künftig auch ein ebenso breites Serviceangebot erwarten, wie Sie es in der Vergangenheit schon den Sparkassen geboten haben?

Kirchmann: Falls wir für Sparkassen zukünftig tätig werden, dann als Sub-Lieferant der Sparkassen Informatik. Unser eigener Marktauftritt auf Basis unserer Dienstleistungen erfolgt künftig in vier Produktfamilien auf der Basis eines modularen Konzepts, das durch zusätzliche Funktionalitäten ergänzt werden kann. Zu den vier Produktgruppen zählen Kommunikations Services, Mainframe Services, Open Systems Services sowie zentrale Services. In diesen vier Bereichen können die Kunden entweder selektiv einzelne Dienste oder aber komplette IT-Bereiche an das IZB Informatik-Zentrum auslagern.

DSZ: Können Sie unseren Lesern in kurzen Stichpunkten die Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens verdeutlichen?

Kirchmann: Wir betreiben bereits ein globales Netzwerk, das eine Länge von mehr als 50 000 Kilometern aufweisen kann. Stichworte dazu sind: Wir unterhalten eines der größten privaten Router-Netzwerke der Welt, eines der engmaschigsten Netzwerke Deutschlands. Wir bieten dazu moderne, flexible und leistungsstarke Netzinfrastruktur und hochleistungsfähige Rechenzentren an räumlich getrennten Standorten. Übrigens: Als erstes Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe wurden wir auch nach der ISO 27001:2005 Tüv-zertifiziert. Sie sehen, bei uns spielen Wettbewerb und Qualitätsmaßstäbe eine gleichwertig starke Rolle.


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