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Pressemeldung 1/2008
ITK-Infrastruktur – Mehrwert durch Service-Orientierung |
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IZB Management-Forum 2008 zeigte neue Perspektiven für Anwender,
Dienstleister und Hersteller bei Outsourcing von Infrastrukturdiensten
München, 15. Februar 2008 – Gut 200 Teilnehmer stellten sich
gestern auf dem 7. IZB Management-Forum in München der Frage, welchen
Mehrwert IT-Dienstleister insbesondere im Infrastrukturbereich ihren
Kunden bieten können. Sechs hochkarätige Referenten beleuchteten das
Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie boten dabei dem
interessierten und engagierten Publikum eine breite Palette an D
enkanstößen und konkreten Handlungsempfehlungen. Vortragsübergreifend
zeigte sich, dass zwar einerseits die Anbieter umdenken müssen, aber
auch die Kunden gefragt sind. Gerade wenn sie nicht nur billige
Leistungen einkaufen, sondern einen Mehrwert für ihr Unternehmen
erzielen möchten.
Das Schicksal einer IT-Infrastruktur ist es, dass sich ihre Vorteile nur durch
ihre Nutzung erschließen. Daher müssen sich IT-Infrastrukturdienstleister fragen,
wie sie hier für ihre Kunden einen Mehrwert generieren können. Mit diesen
Gedanken eröffnete gestern der Geschäftsführer des IZB Informatik-Zentrum
Bernhard Breunig das 7. IZB Management-Forum im Haus der Bayerischen Wirtschaft
in München. Bei dem Managementkongress treffen sich alljährlich rund 200
Vorstände, Geschäftsführer und IT-Entscheider vornehmlich aus der Finanzbranche
zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Hochrangige Referenten widmeten sich
dem Thema "Mehrwert durch Service-Orientierung" von verschiedenen Seiten. Auf
der begleitenden Ausstellung informierten zudem 18 Sponsoren über ihre Produkte
und Dienstleistungen.
Über Komplexität und Kommodität aus Sicht eines CIO referierte zum Einstieg Dr.
Michael Ruhrländer, Geschäftsführer der TxB Transaktionsbank. Wichtig für ein
erfolgreiches Outsourcing sind aus Kundensicht dabei drei Faktoren: die
Aufstellung einer Sourcing-Governance-Organisation, ganzheitliche
Service-Level-Agreements sowie deren regelmäßige Kontrolle. Doch
IT-Dienstleister müssen ihre Kunden nicht nur zufrieden stellen, sondern auch
begeistern können, um sie langfristig an sich zu binden. Dies lässt sich
insbesondere durch Leistungen erreichen, die ein Kunde nicht erwartet: Ein
proaktiver Umgang mit dem Kunden und die gemeinsame Optimierung der
Kundenprozesse können daher zu wichtigen Erfolgsfaktoren für
Outsourcing-Anbieter werden.
Unter anderem mit den menschlichen Aspekten des Outsourcing beschäftigte sich
im Anschluss der Fachbuchautor Thomas R. Köhler in seinem Vortrag zu neuen
Lösungen und Trends aus der ITK-Welt. So gilt es insbesondere im Management
von Unternehmen, beim Thema Auslagerung auch Ängste vor dem Verlust von
Kontrolle und Macht zu berücksichtigen. Denn die Rolle des IT-Verantwortlichen
wandelt sich zunehmend von einem Manager mit teils üppiger Personal- und
Materialausstattung zu einem Outsourcing-Strategen und Facheinkäufer. Dessen
Aufgabe ist es zukünftig vor allem zu erkennen, an welcher Stelle seines
Unternehmens die Informationsverarbeitung ein Differenziator gegenüber dem
Wettbewerb sein kann. Und nur in diesen Bereichen sollten Finanzdienstleister
dann eigene IT-Ressourcen aufbauen.
Thomas Lünendonk, Gründer und Inhaber der Lünendonk GmbH, beschäftigte sich
dagegen mit der Frage, ob im Bereich der IT-Services Near- und Offshoring
eine Alternative darstellt. Während die entsprechenden Anbieter die
Marktaussichten positiv beurteilen, mahnte der Marktforscher zu einem
differenzierten und bewussten Umgang mit dem Thema. Denn den Preisvorteilen
vor allem im Bereich der Softwareentwicklung, stehen beim Offshoring einer
IT-Infrastruktur einerseits regulatorische Auflagen, Bedenken bei Datenschutz
und Datensicherheit sowie Compliance-Anforderungen entgegen. Andererseits
fehlt es deutschen Managern noch oft an Near- und Offshoring-Erfahrungen.
Bei aller Begeisterung sollten sie daher nicht nur auf den Preis, sondern
vor allem auch auf die Rahmenbedingungen und den Nutzen achten. Dabei gilt
Bewährtes unter Umständen lieber selbst oder mit einem lokalen Partner umzusetzen.
Die Geschäftsleitung des IZB Informatik-Zentrums repräsentierte Dr. Walter
Kirchmann mit der Aufforderung zum Umdenken bei der Ausschreibung von
IT-Infrastrukturleistungen. Viele Ausschreibungen orientierten sich heute immer
noch an der Verfügbarkeit einzelner IT-Komponenten. Zielgerichteter sei es
hingegen, beispielsweise den Aspekt der Verfügbarkeit statt aus Komponentensicht
aus der Perspektive der Endanwender zu betrachten. Eine Umsetzung entsprechend
der jeweiligen Prozessanforderungen stelle dann jedoch hohe Ansprüche an das
Service-Design und die Systemarchitektur. Unternehmen sollten sich also die
Frage stellen, ob sie das noch selber leisten können oder auf einen Partner
setzen, der dies zu seinen Kernkompetenzen zählt. Bei der Auswahl eines
Dienstleisters seien jedoch nicht nur dessen technische Kompetenz und niedrige
Kosten ausschlaggebend, sondern auch die Übernahme von Verantwortung.
Dr. Kay P. Hradilak, Geschäftsführer der Bechtle-Gruppe und damit selber
Vertreter eines IT-Dienstleistungsunternehmens, riet seiner Branche, ihre
Kunden neu zu entdecken. Denn auf dem Weg der Industrialisierung von
IT-Dienstleistungen sinken zwar die Preise, doch geht auch die Individualität
dabei verloren. Die Anbieter sollten daher Services designen statt sie zu
industrialisieren. Und auch hier muss der Kunde mit seinen Bedürfnissen im
Vordergrund stehen. Serviceleister müssen ihre Angebote so gestalten, dass
sie den Kunden begeistern und gleichzeitig das dafür notwendige
Dienstleistungssystem effizient bereitstellen. Eine Schlüsselrolle kommt
dabei dem Service-Desk zu, da dieser eine wichtige Schnittstelle zum Kunden
darstellt. Daher sollten dort die besten Mitarbeiter eines Unternehmens zum
Einsatz kommen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Appell des ehemaligen
Bundesministers und Generalsekretärs der CDU Dr. Heiner Geißler an eine
kreative ethische Intelligenz. Denn Erfolg sei vor allem abhängig von dem
wirtschaftlichen und politischen System, in dem man arbeitet. Durch die
Globalisierung der Wirtschaft entziehe sie sich gleichzeitig dem nationalen
Ordnungsrahmen. Die Antwort auf diese Unordnung sei eine kritische Intelligenz
in der Gesellschaft, den Unternehmen und den Parteien. Deutschland brauche
wieder eine ethische Basis für seine politischen Entscheidungen. Wenn dieses
Fundament wieder da wäre, bekämen wir auch wieder Sicherheit für die
politischen Entscheidungen. Wir bräuchten eine internationale ökologische
soziale Marktwirtschaft, bei welcher der Markt geordnet ist und der Mensch
im Mittelpunkt stehe. Denn Kapital sei nicht schlecht, es solle aber dem
Menschen dienen und dürfe ihn nicht beherrschen, so Geißler.
Als IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe gehören für das IZB
Informatik-Zentrum der Umgang mit strengsten Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien
sowie das Erfüllen gesetzlicher Vorgaben zum Tagesgeschäft. So ist
das Unternehmen nicht nur gemäß ISO 9001:2000 TÜV-zertifiziert, sondern
betreibt und pflegt sein Informationssicherheits-Managementsystem
entsprechend den Anforderungen für Sicherheitsverfahren und -methoden nach
ISO 27001:2005. Zusätzlich wurde der Servicespezialist mit dem TÜV-Zertifikat
BEST CPI ausgezeichnet.
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