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Auslagern ist richtig, aber welchen Bereich? |
Nicht nur wachsende Kosten machen den Banken das Thema Outsourcing schmackhaft
IT-Banken & Versicherungen, 01.2006
Vergleicht man die Wertschöpfungstiefe in den Banken mit denen anderer Industriezweige, so liegt diese laut DB Research 55 Prozentpunkte über der der Automobilindustrie. Dies bedeutet, dass Banken 80 Prozent ihrer für den Betrieb erforderlichen Leistungen immer noch selber erbringen. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen wird daher auch in dieser Branche zu weiteren Outsourcing-Aktivitäten führen. Doch welche Geschäftszweige, Prozesse oder Leistungen lassen sich sinnvoll nach außen verlagern? Bei der Verlagerung von Geschäftsprozessen wie beispielsweise Transaktionen an eine andere Bank sind die Finanzinstitute noch zögerlich, da sie einem Konkurrrenten natürlich keine internen Informationen und Betriebswissen überlassen wollen. Doch gerade im Bereich der IT lassen sich beispielsweise bei der Auslagerung des Management dezentraler Client-Server-Systeme oder dem Betrieb von Rechenzentren und modernen IP-basierten Sprach- und Datennetzen an einen spezialisierten Dienstleister Kosten reduzieren, ohne das eigene Firmenwissen aufs Spiel zu setzen.
Standardisierung spart Kosten
Grundsätzlich lassen sich hoch standardisierte Prozesse leichter und gefahrloser auslagern als sehr individuelle Tätigkeiten. Und je höher der Standardisierungsgrad, desto leichter können externe Dienstleister durch die Nutzung von Synergieeffekten bei vielen Kunden mit ähnlichen Anforderungen die Kostenersparnis an ihre Kunden weitergeben. Das beginnt beispielsweise bei der Auslagerung von alltäglichen IT-Aufgaben wie dem Betrieb von Desktop-Rechnern und Laptops und geht bis zum Management von Grossrechnersystemen. Aber auch hohe Investitionen in die IT-Infrastruktur lassen sich durch Outsourcing einsparen. So betreibt beispielsweise das IZB Informatik-Zentrum eines der weltweit größten privaten Router-Netzwerke mit über 5.000 Komponenten und einem ausfallsicheren Backbone. Gleichzeitig ist dies eines der engmaschigsten Netzwerke Deutschlands, das mit allen wichtigen Wirtschaftszentren der Welt verbunden ist. Dank dieser hohen Flächendichte kann das IZB Informatik-Zentrum seine Kunden entfernungs- und kostenoptimiert an das jeweilige Rechenzentrum (RZ) anbinden. Durch die verschiedenen RZ-Standorte ist auch im Fall einer Katastrophe die Sicherheit sowie die Integrität aller Daten und Systeme gewährleistet. Denn alle wichtigen Systeme sind redundant ausgelegt, verfügen über ausgeklügelte Backupsysteme und sind für die komplette Spiegelung aller Daten eingerichtet. Eine vergleichbare Infrastruktur selbst zu betreiben wäre für viele Finanzdienstleister und Institute unnnötig kostspielig. Auch das notwenige Know-how ist vielerorts nicht vorhanden - und gehört auch nicht zu den Kernkompetenzen eines Finanzinstituts. Neben standardisierten IT-Aufgaben lassen sich aber auch Geschäftsprozesse auslagern, die zwar notwendig sind, aber nicht zu den Alleinstellungsmerkmalen gehören und sozusagen allgemeine Servicedienstleistungen darstellen. So werden beispielsweise auf den Systemen vom IZB Informatik-Zentrum pro Jahr 2,5 Milliarden Transaktionen für die Bayerischen Sparkassen abgewickelt. Outsourcing ist vor allem bei denBanken immer auch eine Vertrauenssache - selbst wenn es "nur" um die Auslagerung bestimmter IT-Bereiche geht. Gerade im Finanzbereich bieten sich hier nationale Anbieter an, die sowohl über die lokalen Ressourcen verfügen als auch den nationalen Vorschriften und Gesetzen unterliegen. Die Entwicklung neuer Software wird heute häufig auch ins entfernte Ausland ausgelagert (Offshoring). Beim Outsourcing der Infrastruktur, der Datensicherung oder von Storagediensten empfiehlt sich eher die Auslagerung an einen Dienstleister in Kundennähe am Standort Deutschland. Das IZB Informatik-Zentrum verfügt über langjährige Erfahrung bei der Bereitstellung moderner Outsourcingleistungen. Dabei übernimmt der IT-Servicespezialist sowohl Teilaufgaben als auch komplette Projekte. Das IZB Informatik-Zentrum betreibt mehrere, ausfallsichere Hochleistungsrechenzentren.
Dr. Walter Kirchmann, Geschäftsführer des IZB Informatik-Zentrum München.
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